Die Zeit bestimmt die Trainingsleistung, nicht das Gewicht

Wie oft ich es höre und sehe, und auch eigentlich keine Lust mehr darauf habe es zu sehen oder zu hören – das Gewicht ist nicht alleine entscheidend dafür, ob man seine Trainingsziele erreicht oder nicht! Für mich ist die Intensität des Trainings entscheidend, da spielt das Gewicht nur eine Variabel von vielen. Trotzdem stellen viele nur die Stellschraube bei dem Gewicht, obwohl das – meine Erfahrung spricht hier – nicht den Mammut-Faktor darstellt. Eine größere Stellschraube stellt für mich die Trainingszeit bzw. die bewegten Kilogramm pro Zeit dar.

Trainingszeit

Urheber: sokaeiko / pixelio.de

Wie lange sollte das Training dauern?

Ob Dein Training nun eine halbe Stunde, eine dreiviertel Stunde oder 90 Minuten und länger dauern sollte, hängt unter anderem davon ab, welcher Körpertyp Du bist. Hast Du eher einen schnellen Stoffwechsel, dann solltest Du darauf achten, dass Dein Workout nicht länger als eine Stunde dauert, dabei aber umso intensiver gestaltest. Wenn Du einen trägeren Stoffwechsel hast, dann musst Du auch schon mal länger trainieren und ggf. sogar noch eine Cardio Einheit hinten ran schmeißen.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte…

Ich erlebe immer wieder, dass Leute im Studio eher zum Quatschen gekommen sind, als konzentriert an ihren Übungen und Geräten zu arbeiten. Für mich ist das ein absolutes No-Go! Wenn ich trainiere, wechsel ich kaum Worte, ich habe auch gar keine Zeit, da ich sehr darauf achte, dass meine Satzpausen nicht länger als eine Minute lang sind. In dieser Zeit versuche ich mich vom vorherigen Satz zu erholen und mich fokussiert auf den kommenden Satz mental und körperlich vorzubereiten. Dabei achte ich unter anderem darauf, meinen Puls durch gezieltes Atmen wieder zu drücken.

Wenn man das berücksichtigt, wird glaube ich deutlich, dass ich in einer deutlich kürzeren Zeit das schaffe, wofür die meisten “Schnacker” stundenlang brauchen. Danach heißt es dann wieder, sie hätten 2 Stunden trainiert – jaja, davon waren 1,5 Stunden stumpfes Gerede…Und dann heißt es auch, man habe hunderte Kg gestemmt – ob das mit einer durchschnittlichen Satzpause von 5-8 Minuten auch den Muskel interessiert, wage ich einfach mal zu bezweifeln.

Einige mögen anderer Meinung sein, vielleicht hängt es auch von den Zielen ab, die man sich setzt, aber ich finde es für die Muskeln deutlich effektiver 4x 90 Kg Bankdrücken innerhalb von 8 Minuten zu absolvieren, als 4x 130 Kg in einer halben Stunde. Man kann aber nicht nur die Satzpause verkürzen, sondern auch einfach mal Supersätze machen. Da ich seit geraumer Zeit zeitlich sehr gebunden bin, hatte ich gar keine andere Möglichkeit, als meine Trainingszeit drastisch zu verkürzen. Seitdem ich diesen Faktor berücksichtige, ist mein Training deutlich effektiver geworden. Ich habe mehr Ausdauer, nicht nur beim Sport, sondern auch bei anderen Dingen im Leben. Ich bin so gut wie nie krank. Ich habe mehr Zeit für andere Dinge. Und vor allem, ich fühle mich deutlich besser.

Falls Du noch nicht überzeugt davon bist, dass die Trainingszeit so kurz wie möglich zu halten ist (ohne Übungen rauszulassen), dann habe ich noch einige parat:

  • Sport ist Stress: Beim Training stößt der Körper Cortisol aus, was den Körper in einen katabolen Zustand versetzt. Je schneller der Körper mit dem Traning durch ist, desto schneller kann er den Cortisol-Spiegel wieder abbauen und Muskeln aufbauen
  • Kürzere Satzpausen kurbeln Deinen Stoffwechsel an und Du gewinnst an Ausdauer.
  • Du merkst, dass Du beim Training warst ;)…
  • Du musst Dich nicht mit Menschen unterhalten, auf die Du keine Lust hast…
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One Response to Die Zeit bestimmt die Trainingsleistung, nicht das Gewicht

  1. Tony says:

    Hallo,
    grade das derzeit aufkommende HIT (High Intensty Training) hat ja bestätigt, dass intensives und möglichst kurzes Training des größten Effekt bringt. Insofern ist es sicher richtig, dass die Zeit ein wesentlicher Faktor ist. Und zum plaudern müsst Ihr doch wirklich nicht ins Studio kommen ;-)

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