Trainieren mit Muskelkater – Ein großer Fehler!

Trainieren mit Muskelkater ist ein Phänomen, was eigentlich von jedem schon einmal praktiziert wurde. Dabei ist das nicht nur kontraproduktiv für den Muskelaufbau, sondern auch noch ungesund. In diesem Artikel erfährst Du warum das so ist.

Was ist überhaupt ein Muskelkater?

Klar, jeder kennt das Gefühl, wenn man einen Muskelkater hat. Aber was passiert da genau mit dem Muskel bzw. was ist da passiert? Das ist tatsächlich etwas schwierig zu erklären. Zudem kommt hinzu, dass es keine eindeutige bewiesene Erklärung dafür gibt. Es wird angenommen, dass in den kleinen Z-Scheiben, aus denen Muskeln bestehen, durch zu starke Belastung kleinere Risse entstehen. Das verursacht aber noch nicht den Schmerz. Der Schmerz entsteht dadurch, dass Wasser durch diese kleinen Risse eindringt und den Muskel anschwellen lässt, was wiederum den Muskel überdehnt. Wenn Flüssigkeit zusammen mit Abfallprodukten aus diesen Rissen fließen, entsteht erst der Schmerz, denn dann sind auch erst die Nerven betroffen. Das ist auch de Grund, warum sich Muskelkater erst nach frühstens 12 Stunden bemerkbar macht.

Interessanter Weise entstehen diese Risse deutlich stärker bei negativen bzw. abbremsenden Bewegungen, was für uns Kraftsportler bedeutet, dass man die negativen Bewegungen einer Wiederholung besonders sauber durchführen sollte, um einen möglichst effektiven Wachstum durch das Wieder-Zusammenwachsen dieser “beschädigten” Muskeln zu bewirken.

Das Trainieren mit Muskelkater sollte jedoch vermieden werden. Das hat mehrere Gründe.

Trainieren mit Muskelkater – Gründe dagegen

Trainieren mit Muskelkater unterbricht den Wachstumsprozess! Der Muskel wächst nur dann, wenn Du ihm Ruhe gibst. Der Muskel wächst nach den Rissen wieder stärker zusammen, weshalb sich ein Muskelaufbau (bei geeigneter Ernährung) einstellt. Wenn Du jetzt während eines Muskelkater den Muskel stark belastet, so kann dieser auch nicht wachsen. Ein Muskelkater ist nicht unbedingt Indikator für ein Wachstum. Er stellt eher ein Zeichen dar, dass der Muskel zu stark strapaziert wurde. Er schreit nach einer Pause!

Gefahr des Übertrainings! Wenn Du ständig Muskelpartien trainierst, die noch Muskelkater haben, dann hat der Muskel keine Chance sich vernünftig zu regenerieren. Das kann zu Übertraining führen, was zur Folge haben kann, dass Deine Muskelmasse schwindet.

Das Trainieren mit Muskelkater vermeiden

Zunächst solltest Du Dich auf jeden Fall gut aufwärmen, bevor Du mit dem eigentlichen Krafttraining beginnst. Du solltest auch besonders bei den ersten Sätzen darauf achte, dass Du das Gewicht kontinuierlich steigerst und nicht gleich von 0 auf 100 gehst.

Ein Saunagang nach dem Training kann auch den Muskelkater etwas abschwächen, aber auch andere Wärmebehandlungen mildern den Muskelkater. Du kannst auch nach dem Training heiß duschen. Es gibt zudem Menschen, die auf Wechselduschen (Kalt-Heiß-Kalt-Heiß usw.) schwören.

Um den Heilungsprozess zu regenerieren, empfehle ich Dir leichte Cardioeinheiten während des Muskelkaters zu absolvieren, denn das sorgt für eine optimale Durchblutung, was die Heilung fördert.

Fazit

Trainieren mit Muskelkater ist in meinen Augen ein absolutes No-Go. Versuche zumindest, dass Du Muskelpartien mit Muskelkater nicht beanspruchst, also wenn Du Muskelkater in der Brust hast und trotzdem trainieren möchtest, dann trainiere Beine oder Rücken. Lege Dir Deinen Trainingsplan so zurecht, dass die unterschiedlichen Muskelgruppen nicht kollidieren.

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